Wie wäre es mit einem spannenden Ausflug ins historische Freiburg? Dort erwartet euch ein fast zwei Kilometer langer Festungsgürtel mit sechs Türmen, fünf Toren und einem Bollwerk, das die Stadt umgibt! Wusstet ihr, dass ihr während der Sommersaison von Mai bis Oktober die mittelalterlichen Stadtmauern von Freiburg erkunden könnt? Sie sind frei zugänglich und warten darauf, von euch entdeckt zu werden! Wenn ihr mehr über diesem aufregenden Stadtrundgang erfahren möchtet, lest weiter! Am Ende des Beitrags findet ihr auch Tipps zu anderen Schweizer Städten, in denen ihr entlang der historischen Stadtmauern spazieren gehen könnt.
Anreise nach Freiburg
Freiburg liegt weniger als 35 Kilometer südwestlich von Bern. Man erreicht Freiburg mit dem Zug direkt von Bern aus (25 Minuten) oder mit dem Auto über die Autobahn A12 in einer halben Stunde. Parkplätze befinden sich im Parking des Grand-Places (Manor)-All. des Grand-Places 1, 1700 Fribourg.
Historische Befestigungen von Freiburg
Der erste befestigte Ringmauer wurde 1157 bei der Gründung der Stadt Freiburg von Berchtold IV. von Zähringen errichtet. Weitere Befestigungsanlagen wurden im Mittelalter zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert erbaut. Diese weitgehend erhaltenen Festungsanlagen bilden heute das grösste und bedeutendste mittelalterliche Architekturensemble der Schweiz. Man kann die Stadtmauern ohne Führung besichtigen, aber die Stadt bietet ganzjährig Führungen an.
Route und Markierungen
Die Route beginnt direkt im Stadtzentrum, beim Tourismusbüro, aber man kann so gut wie überall einsteigen. Eine Streckenkarte gibt es im Tourismusbüro oder in der App Tourenplaner SCHWEIZ. Wenn ihr euch lieber an den Schildern entlang der Route orientieren wollt, schaut nach diesen blauen Vierecken, die unauffällig an Lamenpfosten oder Zäunen angebracht sind.
Sehenswertes entlang der Route
Wie ich in der Einleitung schrieb, kann man sieben Abschnitte der Stadtmauer, sechs Türme, fünf Tore und ein Bollwerk besichtigen. An jedem Standort gibt es eine Beschreibung auf Französisch, Deutsch und Englisch.
Das Bollwerk
Ursprünglich hatte Freiburg vier Bollwerke, aber nur dieses ist erhalten geblieben. Sie wurde zwischen 1490 und 1496 in halbrunder Form gebaut. 1537 wurden die beiden oberen Stockwerke der Bastion abgerissen. Die Schiessscharten wurden 1672 und 1683 umgebaut.
Die längste erhaltene Festungsmauer
Der Abschnitt vom Bollwerk durch das Murtentor bis zum Garten der Pädagogischen Hochschule ist die längste erhaltene Festungsmauer der Schweiz.
Murtentor
Der rechteckige, siebenstöckige Turm, der zwischen 1410 und 1414 erbaut wurde, ist mit 34 Metern der höchste der Stadt. Interessanterweise befindet sich in seinem Inneren ein Kletterzentrum.
Die Fussgängerbrücke über die Saane und die Klippen
Über den Steg Passerelle des Neigles erreicht man das andere Flussufer der Saane. Für die weniger Abenteuerlustigen unter euch: Der Steg schwankt leicht und das Überqueren ist wie ein Gang über eine Hängebrücke.
Berntor
Das erhaltene Berntor ist sehr beeindruckend.
Katzenturm
Gleich hinter dem Berntor befindet sich der Katzenturm, der eine schöne Aussicht auf die Stadt bietet und von innen interessant beleuchtet ist.
Eine Abkürzung in die Stadt
Wenn euch die Route zu lang ist (ich kann verstehen, dass jüngere Kinder den ständigen Treppenaufstieg müde werden), könnt ihr, anstatt zum Roten Turm zu gehen, die überdachte Holzbrücke Pont de Berne überqueren und ins Stadtzentrum zur Kathedrale gehen. Von seinem Turm aus hat man einen Panoramablick auf die Stadtbefestigung in ihrer ganzen Pracht.
Zusammenfassung
- Die gesamte Route ist 6,7 km lang und für Kinderwagen nicht geeignet.
- Die Koordinaten der Route findet man in der Tourenplaner SCHWEIZ App oder im Wanderbuch „Die 44 schönsten Familien Wanderungen“. Wisst ihr, dass ich dieses Buch geschrieben habe? Ja, das habe ich wirklich! Ich habe mir wirklich viel Mühe mit diesem Buch gegeben und für euch die schönsten Routen für Familien mit Kindern in der ganzen Schweiz ausgewählt. Also schaut rein!